Farblehre

Farbenlehre nach Harald Küppers

Die Farbtheorie von Küppers ist im Moment die Aktuellste und Gebräuchlichste. Küppers erklärt auf seiner website sehr umfassend seinen Ansatz.

Hier eine Zusammenfassung (wikipedia):


Der Farbkörper der Farbenlehre nach Harald Küppers

Harald Küppers entwickelte ausgehend von seiner Tätigkeit in der Reprotechnik in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts eine Farbenlehre. Er hinterfragte die Ansätze von Goethe und Itten, und bezeichnete das Auge als „Das Grundgesetz der Farbenlehre“. Küppers fand, dass nicht alle acht Grundfarben durch Mischungen deckender Farbmittel herzustellen sind. Er geht von acht Grundfarben aus, sechs bunten und zwei unbunten. Sein dreidimensionales geometrische Ordnungssystem der Farben ist das Rhomboeder. Die „reinen bunten Farben“ ordnet er auf dem Buntarten-Sechseck an. Nach seiner Erkenntnis gibt es nur geradlinige (lineare) Beziehungen zwischen sämtlichen Farbnuancen. Die „unbunten“ Farben auf der Unbuntarten-Gerade des Rhomboeders liegen zwischen Schwarz und Weiß. Seine „Basisempfindung“ des Sehorgans ist Schwarz.


Basisschema (Küppers) – Integrierte Farbmischung

Anschaulich fasste er die Theorie im „Basisschema“ zusammen: Schwarzen Rhomben in der Mitte weisen auf seine drei Urfarben („Empfindungskräfte“ des Sehorgans): Orangerot (R), Grün (G) und Violettblau (B). Bei zwei Empfindungskräften entstehen die anderen drei Farbempfindungen Gelb (Y), Magentarot (M) und Cyanblau (C), wirken alle drei Empfindungskräfte gleichzeitig vollständig führt das zur Farbempfindung Weiß (dafür stehen die die weißen Rhomben).

Analog zur Arbeitsweise des Sehorgans funktioniert laut Küppers die „Additive Farbmischung“, als Mischung von bunten „Farblichtern“. Die „Basisfarbe“ Schwarz ist das Fehlen jeglicher Farbpunkte. Die Farblichter „RGB“ sind die „Primärfarben“ (Schwarze Rhomben weisen im Schema darauf). Mischung von je zwei Primärfarben ergibt die „Sekundärfarben“ „YMC“. Weiß ist „Tertiärfarbe“ als Mischung aller drei Primärfarben.

Transparente Farbschichten wirken als Farbfilter nach der „subtraktiven Farbmischung“. Die Basisfarbe ist sodann Weiß (etwa die weiße Papieroberfläche). Hierbei sind die Farbschichten „YMC“ die Primärfarben (Weiße Rhomben im Basisschema weisen darauf). Absorptionen in den übereinander liegenden Filterschichten führen zu Sekundärfarben „RGB“. Liegen drei Filterschichten übereinander ist die Tertiärfarbe Schwarz. (Schwarze Rhomben)

Den Begriff „Integrierte Farbmischung“ mit acht Grundfarben entwickelte er für deckende Farbmittel (Temperafarben “Gouache”, Acrylfarben, Lacke, Farbpulver). Die sechs bunten Grundfarben im Zackenring weisen auf die Ecken des Buntarten-Sechsecks hin, Schwarz und Weiß an den Enden der „Unbunten-Geraden“ sind die übrigen Grundfarben. Die Graustufen (Unbuntarten) als Mischung aus Weiß und Schwarz sind ebenso Sekundärfarben. Tertiärfarben nennt er gebrochene, also „unreine“ Farben, die aus der Mischung dreier Grundfarben entstehen.

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